Mi. 15. / Do. 16. / Fr. 17. / Sa. 18. Januar 2025
Do. – Sa.: jeweils 17.30–00.00 Uhr
Spielzeiten: 18.30 / 20.15 / 22.00 Uhr
Kollekte / Keine Reservation
Über das Weitermachen erzählen, gerade jetzt. Was kann Weitermachen mehr bedeuten als eine Durchhalteparole? Aus dem kulturellen Netzwerk von Radio Bollwerk werden Perspektiven herangezogen. Ein Konzertabend und neun Hörstücke, das sind zwei Hände voll verschiedener Zugänge, die Luft verschaffen in der Atemnot des Jetzt. Sie erzählen davon, wie neuer Spielraum aus der Kontinuität heraus entstehen kann. Sie formulieren mindestens den Wunsch danach. Oder ein Versprechen? Erfahrungsberichte live und direkt, weil: Neben dem Weitermachen heisst Kontinuität immer auch, Ideen weiterzugeben. Dazu brennt das Lagerfeuer, die Musik spielt und die Suppe simmert.
Mittwoch 15.1.
Über das Improvisieren // Jooklo Tris
Auf dem Weg von Moers über den heiligen Sempione nach Hause macht Jooklo Tris aus Norditalien Rast im Teatro Popolare di Berna. Diciamo: Punk, Free Jazz, Euro-Noise, umrahmt von DJ Fammi Vedere. Der Eröffnungsabend steht unter dem Stern der Bar Regula, ein Zusammenschluss, das seit drei Jahren immer wieder den Konzertmoment als Ort der Gemeinschaft behauptet, in den unkommerziellen Lücken der Stadt. Mit Virginia Genta (Sax), Andrea Davi (Doubleneck-Git) und David Vanzan (Drums & Electronics).
Donnerstag 16.1
Über das Ausprobieren // Radio Bollwerk Lab
Suchen, Testen, Experimentieren — das Radio Bollwerk Lab forscht am Format und macht den zwischenmenschlichen Alltag und seine Randgebiete hörbar. Formate mit Zeit, Formate für die Community. Fernab der Rhythmisierung durch massenmediale Anforderungen gilt das Experiment: Wie klingen Parkplätze? Und wie finden das gemeinsame Essen, Kochen und Trinken den Weg auf die Tonspur? Eine Suche nach dem Radio Quotidienne. Mit Eglė Salkauskyte, Heiko Wüthrich und Lisa Criminelli, Radiomacher:innen und DJs in Bern.
Über Gemeinschaften / on communities // Kino Kosova Kollektiv
Kino Kosova Film Festival is dedicated to presenting the best current movies from Kosovo and the diaspora. Chosen short, documentary and feature movies show diverse perspectives from the young country and reflect the special connection between Switzerland and Kosovo. 2020 the festival started in Bern and shares a distinctive experience in entering a city’s cultural sphere. Aleksandra Hiltmann, Jonas Beer, and Sabahet Meta, three members of the festival team, discuss breaking down preconceptions, community building, and creating space for dialogue. (In English)
Über das Arbeiten // splatz.space
Zum Beispiel: Wo fängst du an? Wie arbeitest du? Auf der Textplattform splatz.space erzählen Menschen von ihrem Schaffen, von künstlerischen Prozessen, Leerläufen und Alltagsroutinen, davon, wie sie ihre Dinge und Ideen hervorbringen. Die Macher:innen von splatz.space suchen das Künstler:innengespräch auf Augenhöhe. Immer wird auch gezeichnet. Mit Meret Gschwend, Katharina Reidy und Benedikt Sartorius, Popkulturist:innen und Illustrator:innen in Bern.
Freitag 17.1
Über Verwandtschaft // Gessi Zinni & Alice Galizia
Die Ahnen beschwören, den Dachboden nach alter Erinnerung absuchen, die lange aufbehaltenen Kisten und Kästen irgendwann abstossen. Und immer wieder Musik hören, die einen vor und zurück trägt. Alice Galizia und Gessi Zinni haben beide Wurzeln in Italien; abgesehen davon sind sie ganz und gar nicht gleich aufgewachsen. Zusammen sprechen sie über Mütter und Väter, über Klasse, Anstrengung und die Unmöglichkeit von Harmonie, über die Weite und die Grenzen all ihrer unterschiedlichen Familien. Bis sich auf einmal das Gefühl einstellt, vom selben Planeten zu kommen.
Über das Hoffen / à propos de l’espoir // Laurence Wagner & Clarus Guignet
«Moins de pouvoir Plus d’espoir» est une promenade sonore à travers une série de poèmes, d’archives, d’extraits de films, de morceaux de musique et un manifeste pour insuffler un peu d’espoir et de possibles dans le feu du présent.
Laurence Wagner est curatrice et critique d’art. Ces dix dernières années, elle a organisé des festivals pluridisciplinaires de Vilnius à Rome en passant par Paris, Genève et Fribourg. Elle a démissionné de ses fonctions fin 2024 et part rejoindre une école expérimentale sur un fjord en Islande.
Über Grenzen / about boundaries // Emma Souharce, Béatrice Beispiel & Aya Metwalli
Emma Souharce, Beatrice Beispiel, and Aya Metwalli navigate the complexities of languages and boundaries. From Egypt to Beirut to France to Biel/Bienne. Freedom needs the unforeseen and the guts to make your move when it occurs. Imagine a trio equipped with rhythm boxes, synths, and voices, primed by a patchwork manifesto of the current ppl they’re reading lines, ready to crash any continental breakfast state of mind. And imagine this as an emotional kind of support.
Samstag 18.1.
Über Landschaft // Bettina Dyttrich
Grüner Himmel, rotes Meer? Landschaft wirkt stabil, fast unveränderlich. Aber das täuscht. In der Erdgeschichte ist Stabilität die Ausnahme, der Himmel wechselt mehrmals die Farbe, und nicht nur Menschen, auch Pflanzen haben schon die eigene Lebensgrundlage zum Kippen gebracht. Landschafts-Geschichten von Kontinuität und Veränderung mit Bettina Dyttrich. Sie schreibt in der WOZ über Ökologie, Essen und andere Ressourcen, führt Interviews und arbeitet auch an literarischen Projekten.
Über Netzwerke / about networks // Vale Maj
Keep on keeping on, or: What happens along the way? If you’ve been at it for a long time, you will have to find strategies to make staying with it worthwhile. Vale Maj, regular at Radio Worm in Rotterdam (the Netherlands) with the show «Coffee Time», tries to do this with the encyclopaedic accumulation of knowledge and a constant search for new tones and sounds. Also, quite simply, with making radio, always anew, against all odds and with enough bad humor to stay connected to the world.
Über Euphorie // Kev The Head
Von Straight-Edge Hardcore über Industrial, mit Dub nach Detroit und in die UK: Techno auf dem Dancefloor, Techno im Kopfhörer — oder die Glut im Kopf, wenn der Körper das Steuer übernimmt. Ein Beitrag zu einer möglichen Subkulturgeschichte des Techno, durchsetzt mit Basslines und Drummachines. Kopf-Herz-über eintauchen in die Euphorie, die von der melancholischen Spielart des Detroit Techno ebenso rührt wie von der überbordenden Glückseligkeit des UK Rave. Ein Zeitsprung mit Kev The Head, DJ, Musikaliensammler und Autor.
Mitwirkende
Konzept/Kurat: Alice Galizia, Urs Rihs, Mirko Schwab.
Konzertbooking: Bar Regula.
Sound/Technik: Florian Guntersweiler.
Fotos: Eglė Šalkauskyte.
Koproduktion: Tojo Theater Reitschule Bern.

