Do. 28. / Fr. 29. / Sa. 30. Mai 2026
Vom Ankommen und Fernbleiben
„Ferferi“ ist das persische Wort für „Löckchen“ – ein Kosename, der nach Safran und Jasmin duftet , nach Kindheit im Iran klingt, nach Tantes Laden, nach den Stimmen von zuhause. Doch was bedeutet „zuhause“, wenn man es kaum gekannt hat? Was ist Heimat, wenn man als Kind flieht?
In ihrem Soloabend erzählt Atina Tabé – inspiriert von eigenen Erfahrungen – die fiktive Geschichte von Ferferi. Mit knapp drei Jahren kam sie selbst aus dem Iran nach Deutschland. Ferferi lernt, sich in einer neuen Welt zurechtzufinden: mit einer fremden Sprache, mit Neugier und Vorurteilen. Und immer wieder wird ihr eine Frage gestellt, die wehtut: „Aber woher kommst du wirklich?“
«فرفری – Ferferi» ist ein berührender, persönlicher Abend – poetisch, politisch und musikalisch. Zwischen Erzählung, Spiel und Gesang entsteht ein Porträt vom Ankommen und Fernbleiben. Ferferis Locken werden zum Symbol für Zugehörigkeit und Ausgrenzung zugleich – und für die Kraft, sich nicht glätten zu lassen.
Mitwirkende
Von und mit: Atina Tabé.
Regie: Katharina Rupp.
Ausstattung: Vazul Matusz.
Licht/Technik: Lola Rosarot.
Dramaturgie: Svea Haugwitz.
Musik: Olivier Truan, Atina Tabé.
Video: Kiana Naghshineh.
Illustrationen: Atina Tabé.
Fotos: Joel Schweizer.

