Do. 10. September 2026
Individuelle Tickets an der Abendkasse vor Ort erhältlich
Von BeST Ensemble frei nach Arthur Millers «Hexenjagd».
Die neue Produktion des BeST Ensembles verlegt Millers berühmten Stoff über die Salemer Hexenprozesse in die Schweiz der frühen Neuzeit und verbindet historische Hexenverfolgungen und Sagen zu einer zeitgenössischen Theaterinszenierung. Was als harmlose Spielerei von Anklagen beginnt, entwickelt eine Dynamik, die fatale Ausmasse annimmt und sich als das entlarvt, was es immer war: ein System aus Angst, Neid, sexueller Gewalt und Macht. Die Grenzen zwischen Fiktion, historischer Realität und Mythos verschwimmen und geben den Blick auf universelle Mechanismen frei: Wie entsteht ein Sündenbock? Was geschieht mit denen, die sich dem kollektiven Narrativ entziehen? Und who the fuck is John Proctor?
Seit 2013 präsentiert das BeSTival (Berner Student*innen-Theaterfestival) alle zwei Jahre junges, studentisches Theaterschaffen aus der Schweiz und Europa. Von Kurzstücken bis hin zu abendfüllenden Produktionen werden jeweils eine Bandbreite verschiedenster Ästhetiken und Formen in Theater und Tanz gezeigt. Die für die diesjährige Ausgabe ausgewählten Produktionen schaffen eine diverse Bühne für unterschiedliche Perspektiven und Körper. Sie verhandeln Themen wie Sichtbarkeit, Machtverhältnisse, Begehren, Scham, Wut und kollektive Erfahrung, hinterfragen normative Blickregime sowie gesellschaftliche Zuschreibungen von Geschlecht und Identität. Das BeSTival bietet einer neuen Generation junger Theater- und Kunstschaffender eine Plattform, um ihr Werk anderen Gleichgesinnten zu präsentieren. Gleichzeitig dient das Festival auch als Vernetzungsort zwischen studentischen Gruppen aus der Schweiz und dem ganzen deutschsprachigen Raum. Ein Fest der Vielfalt, des Austauschs und der künstlerischen Experimente.
Mitwirkende
Spiel: Jan Marc Müller, Andri Hummel, Moana Imlig, Tamara Lanz, Carla Anliker, Lia Tanner, Zoe Ehm, Marlow Künzi, Nellie Quinten, Aurel Müller, Gregor Müller, Ulu, Umberto Menegon, Lisa Costa.
Text/Regie: Klara Risch, Jessica Gruber.
Text: Anna Glünz.
Choreografie: Katharina Naegeli.
Technik: Klara Risch.
Foto: Kristina Briante.

