Fr. 21. August 2026
Die Anstadt zwischen Utopie und Realität.
In unserem Alltag erleben wir Staaten und seine Grenzen am meisten in Form von politischer und gesellschaftlicher Inklusion bzw. Exklusion. Wer keine oder nicht die richtigen Papiere besitzt, hat weniger Zugang und Rechte. Die Grenze verläuft mitten durch Freund*innenschaften, WGs, Kollektive, das Team am Arbeitsplatz oder beim Fussballverein. In der Anstadt wird seit Jahren aktiv versucht, diese Grenze aufzulösen – mit kleinen Erfolgen und grossen Schwierigkeiten: Die herrschenden Verhältnisse und der Rassismus in der Gesellschaft zeigen ihrerseits die Grenzen immer wieder auf.
In diesem Workshop stellt sich die Soligruppe der Anstadt vor, beantwortet Fragen und erzählt von Freude, Hoffnung, Trauer, und Stress im Umgang mit prekären Lebensrealitäten und Geldproblemen. Ausserdem werden offene Fragen aufgeworfen: Die Thematik soll diskutiert werden, denn sie geht uns alle etwas an! Wie können wir in unserem Alltag eine widerständige Praxis gegen die entwürdigenden Auswirkungen der Schweizer Migrationspolitik etablieren? Welche Formen von zivilem Ungehorsam und radikaler Fürsorge braucht es dafür und wo können wir damit beginnen?

