Sa. 21. / So. 22. November 2026
So. 19.00 Uhr
Wie positioniert man sich gegenüber einem kulturellen Erbe, dessen Darstellungen von konservativen Bewegungen vereinnahmt wurden? Und wie sähe eine Schweizer Tradition aus, die antirassistisch, antipatriotisch und queerfeministisch ist? «&sous.les.montagnes» ist eine Reflexion über Vergessen, Verdrängen und die unter den Schweizer Bergen verborgenen Erinnerungen.
Durch das Verflechten von Spuren in Rhythmen, Bewegungen und Melodien erschaffen Sami Bernath und ihr Team ein komplexes, sich ständig wandelndes Jetzt, in dem sich Zukunft und Vergangenheit durchdringen. Sie nutzen Rhythmik und Wiederholung als Sprache, um Verbindungen herzustellen, Gemeinsamkeiten aufzudecken und verdrängte Spannungen sichtbar zu machen.
Das Stück greift auf Spuren traditioneller Schweizer Praktiken zurück: das „Löffele“ und das „Bäsele“ sowie das Schwyzerörgeli, das durch die Traditionen der Roma-, Sinti- und jenischen Gemeinschaften in der Schweiz geprägt ist. Auf der Suche nach Porosität und Durchlässigkeit widmet sich die Produktion diesen Elementen, deren Geschichten und den Möglichkeiten, wie diese sich begegnen und reiben können.
Ein Versuch, durch Körper und Klang Fragen aufzuwerfen, wobei die Live-Performance als Raum der Reflexion verstanden wird, an der Schnittstelle zwischen dem, was bereits existiert, und dem, was noch geschaffen werden muss.
Mitwirkende
Dramaturgie: Thulú Barbarán.
Sounddesign: Lisa Brudermann.
Szenografie: Antonie Oberson.
Lichtdesign: Alessandra Dominques.
Künstlerische Assistenz: Lu Läderach, Emma Saba.
Œil extérieur: Baptiste Cazaux.
Begleitung: Ramona Unterberg.
Fotos: Pauli Teuscher.
Produktion: Le Voisin – Performing Arts Management.
Koproduktion: Emergentia – temps fort pour la création chorégraphique émergente, ADC – Pavillon de la Danse Genf.

