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Do. 15. / Fr. 16. / Sa. 17. Oktober 2026

jeweils 20.30 Uhr
60 Minuten
Publikumsgespräch am 16.10.

Eine Figur steht vor einem Vorhang und will erklären, was Heimat ist.
Es beginnt geordnet. Es endet nicht so.

Eine Lecture-Performance, die sich selbst demontiert: Simon Baumann versucht, den Begriff Heimat zu fassen, zu definieren, an die Wand zu kleben. Und merkt im Laufe des Abends, dass die Heimat zurückschlägt. Was als Vortrag beginnt, kippt in ein Bühnenbild aus Klebeband, Abfallsäcken und Zombieblut. Am Ende steht niemand mehr da, der etwas erklärt hat. Nur jemand, der etwas erlebt hat.

Hinter dem Vorhang steht der Jodlerklub Lorraine-Breitenrain. Seine Interventionen greifen akustisch in das Geschehen ein: mal harmonisch, mal störend, wie Echos eines kollektiven Gedächtnisses. Der Chor fungiert als kulturelles Gegenüber zur Figur, als Stimme eines traditionellen Vermächtnisses, das im Stück nicht reproduziert, sondern irritiert, verzerrt und herausgefordert wird.

«Boden» stellt Zuschreibungen und Gegensätze in den Raum und lässt sie stehen: Traditionsverein trifft zeitgenössische Performance, Jodelgesang wird neu interpretiert. Reibung als Prinzip, nicht als Effekt. Was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch aussieht, ist die einzig ehrliche Antwort auf ein Thema, das sich jeder Eindeutigkeit entzieht.

Mitwirkende

Künstlerische Leitung/Performance: Simon Baumann.
Chor/Performance: Jodlerklub Lorraine-Breitenrain.
Regieassistenz: Sanja Lukanović.
Technische Leitung: Milena Gerber.
Fotos: Tim Rod.

Pressematerial

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